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Kosmopolis

Kosmopolis - Interkulturelle Zeitschrift aus Berlin 1

Thema: "Briefe aus ... (aller Welt)"

Ronald Daus, Ursula Daus

Kosmopolis ist eine fiktive metropole, die von Kosmopoliten, Menschen unterschiedlicher Herrkunft, Sprache, Kultur bewohnt wird. Die Zeitschrift Kosmopolis skizziert, analysiert und interpretiert - aus der Mitte Berlins.
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Kosmopolis - Interkulturelle Zeitschrift aus Berlin 2

Thema: "Mode und Mord"

Ronald Daus, Ursula Daus, Dmitrij Chmelnizki, Miriam Daus, Jorge "Sabanero" Gómez, Nathalie Villain

Kosmopolis ist eine fiktive metropole, die von Kosmopoliten, Menschen unterschiedlicher Herrkunft, Sprache, Kultur bewohnt wird. Die Zeitschrift Kosmopolis skizziert, analysiert und interpretiert - aus der Mitte Berlins.
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Picture: Kosmopolis - Interkulturelle Zeitschrift aus Berlin 2

Kosmopolis - Interkulturelle Zeitschrift aus Berlin 3

Thema: "Lob der Leidenschaft"

Ronald Daus, Ursula Daus, Dmitrij Chmelnizki, Hermann Herlinghaus, Barbara Freytag, Aleksandr Kopanev, Ludovico Vartema

Kosmopolis 3/1998 widmet sich dem Thema: Lob der Leidenschaft. In einer von "Rationalität" und "logik" bestimmten Welt ist es an der Zeit, endlich wieder das Hohe Lied der Leidenschaft anzustimmen.
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Picture: Kosmopolis - Interkulturelle Zeitschrift aus Berlin 3

Kosmopolis - Interkulturelle Zeitschrift aus Berlin 4

Thema: Tropisches Feeling

Ronald Daus, Ursula Daus, Dmitrij Chmelnizki, Ralph Boxer, Hermann Herlinghaus, Luis Pulido Ritter

Kosmopolis ist eine fiktive metropole, die von Kosmopoliten, Menschen unterschiedlicher Herrkunft, Sprache, Kultur bewohnt wird. Die Zeitschrift Kosmopolis skizziert, analysiert und interpretiert - aus der Mitte Berlins.
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Kosmopolis - Interkulturelle Zeitschrift aus Berlin 5/6

Thema: Chroniken - Antichroniken

Ronald Daus, Ursula Daus, Dmitrij Chmelnizki, Naim Kattan, Théo Lonzo, Manuel Vázquez Montalbán

Kosmopolis ist eine fiktive metropole, die von Kosmopoliten, Menschen unterschiedlicher Herrkunft, Sprache, Kultur bewohnt wird. Die Zeitschrift Kosmopolis skizziert, analysiert und interpretiert - aus der Mitte Berlins.
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Kosmopolis - Interkulturelle Zeitschrift aus Berlin 7/8

Thema: "Phantasie & Nackte Wahrheit"

Schon Aristoteles galt die Phantasie als Vermittlungsinstanz zwischen Sinnlichkeit und Geist. Der deutsche Philosoph Kant adelte sie gar in Form einer Theorie der Einbildungskraft. Phantasiebegabt und wahrheitsdurstig verweisen die Beiträge auf die "nackte" Wahrheit, die sich hinter allen Ideen, Bildern und Lügen verborgen halten.
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Kosmopolis - Interkulturelle Zeitschrift aus Berlin 9

Himmelhochjauchzendzutodebetrübt

Leichtigkeit und Schwere wühlen derzeit gleichberechtigt in der gepeinigten Seele der vernetzten Menschheit. Euphorische Fortschrittsrhetorik faselt vom perfekten menschen. Vielleicht sind die extremen Hhen und Tiefen jedoch nur Beschreibungen eines allumfassenden Lebens, wie sie von unseren modernen und postmodernen Autoren geäußert werden.
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Kosmopolis - Interkulturelle Zeitschrift aus Berlin 10

Vom Segen des Atheismus

Die Globalisierung des "American Way of Life and Lies" scheint heute, krass anachronistisch, einem Bündel atavistischer Fundamentalismen zu weichen. Absurderweise feiert ausgerechnet der Glaube an nicht eine, sondern gleich an viele unfehlbare Religionen seine Wiederauferstehung. Der Kosmopolit wird sich den Grenzen sener egenen Gewißtheit bewußt, weil er immer das "Ganze" kennenlernt. Im Extremfall mach tihn das zu einem Atheisten. Zeitweise ersetzt er alle Ansprüche von Vorwegglauben, Tradtion und determinierter Erwartung.
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Kosmopolis - Interkulturelle Zeitschrift aus Berlin 11/12

Décor Asiatique

Asien ist "in". Asien inspiriert durch "große "Perspektiven". Doch an seinen feingeschnittenen Zutaten beißen sich die Eropäer bis heute die Zähen aus. Asien scheint sich immer selbst genug zu sein. Asiatische Künstler blicken immer nur nach Europa, um ihre individuelle Neugier zu befriedigen. Also ist der Blick von Asien nach Europa genauso durch Exotismen eingefärbt wie umgekehrt.

Die ganze Fülle von KOSMOPOLIS 1-12 findet sich am Schluß des Heftes in einem Gesamtverzeichnis: Inhalte, Namens- und Ortsregister und alle bisherigen Buchrezensionen.
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Kosmopolis - Interkulturelle Zeitschrift aus Berlin 13/14

Widerstand durch Stil

In Zeiten der Globalisierung behaupten sich lokale und regionale Eigenarten. Von den "ewigen Pionieren" in Argentinien und Québec bis zu den Beduinen der arabischen Halbinsel, die zwischen "Foodstuff & Luxuries" wählen können, reicht die Breite der behandelten Themen. Aber auch der Widerstand gegen Bürgerkrieg und Mißhandlung im Kongo oder stilistische Neubesinnung in abgelegenen Hochtälen des tibetischen Himalaya finden Eingang in unser Heft. "Widerstand durch Stil" bedeutet, der Ästhetik eine Hauptrolle bei der Identitätsbehauptung einzuräumen.
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Kosmopolis - Interkulturelle Zeitschrift aus Berlin 15

Der Sinn des Reisens

Berühmte Reisende verließen ihre Heimat auf der Suche nach Reichtümern, neuen Kontinenten oder erotischen Abenteuern. Nach ihrer Rückkehr berichteten sie von ihren Erlebnissen. Wenn sie auch nicht immer wahr waren, so waren sie meist aufregend und manchmal lehrreich.
Auf der Suche nach einem Sinn f das reisen im 21. Jahrhundert macht man sich erst, nachdem die Welt entdeckt, erforscht, beschrieben und standardisiert worden war. Selbsterfinderisch begeben sich unsere Autoren auf die Reise im Internet, in Büchern, in Filmen, Fotografien - und in der Realität.
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Kosmopolis - Interkulturelle Zeitschrift aus Berlin 16

Die Verlockung des Tribalen

Der "Tribalismus" ist in voller Blüte. Internationale Schlagzeilen aus dem Jahr 2006 belegene seine ungebrochene und weitgefächerte Vitalität.
Unsere Autoren fanden die Verlockungen des modernen Tribalismus auf der russischen Halbinsel Kamtschatka, im karibischen "Rentner-Paradies" Curacao, in West-Papua auf Neuguinea und in zahlreichen Ausstellungen und Büchern von Berlin über Paris bis nach Tibet.
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Kosmopolis - Interkulturelle Zeitschrift aus Berlin 17

Einsame Kosmopoliten - 10 Jahre Kosmopolis

Ein neuer Service für unsere Leserinnen und Leser.
Sie finden ab sofort Textauszüge unserer Artikel und Rezensionen auf diesen Seiten, die mit den publizierenden Verlagen verlinkt sind.

Wir feiern das 10jährige Erscheinen von "KOSMOPOLIS – Interkulturelle Zeitschrift aus Berlin".

1797 charakterisierte der Herausgeber der Zeitschrift "Der Kosmopolit, eine Monatszeitschrift zur Beförderung wahrer und allgemeiner Humanität" in Halle einen idealen Kosmopoliten so: "Der Charakter des Kosmopoliten ist Unparteilichkeit, Wahrheitsliebe und Freimütigkeit".

1997 – genau zweihundert Jahre später - erschien die erste Ausgabe von KOSMOPOLIS – Interkulturelle Zeitschrift aus Berlin zum Thema "Briefe aus (aller Welt)". Es schrieben uns "Kosmopoliten" von Berlin über St. Petersburg, Addis Abeba, Rio der Janeiro, Sanaa, Boston, Rom und Bukarest. Denn nur wer die Sichtweisen des Anderen seiner eigenen Perspektive zugesellt, ist in der Lage, etwas über den Anderen und über sich zu erfahren.
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Kosmopolis - Interkulturelle Zeitschrift aus Berlin 18/19

Literarische Arktis/ Antarktis

Literarisches zu Arktis und Antarktis zwischen dem "weißen Paradies" und dem "letzten Paradies".

Suchten die Menschen das Paradies bisher in warmen und freundlichen Regionen der Erde, wo in üppigen "Gärten Eden" ein Leben ohne Anstrengung und Arbeit lockte, hat sich die Zielrichtung verändert. Das Paradies, der "Ort der Unschuld" wird immer öfter in eiskalten, unwirtlichen, natürlicherweise für den Menschen nur sehr schwer bewohnbaren oder gar nicht mehr bewohnbaren Regionen vermutet. Die Unmöglichkeit eines angenehmen Lebens in der Arktis oder Antarktis macht sie zu einem präferierten Ort der Sehnsucht, der Imagination, der Illlusion.

Gleichzeitig häufen sich über den realen Polen unserer Erde gewaltige Bücherberge wie auftauchende Eisberge, die immer wieder aufs Neue das Unvergleichliche, Besondere oder Unersetzbare dieser menschenfeindlichen Landschaften betonen und im selben Atemzug den unvermeindlichen Untergang beschwören.
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KOSMOPOLIS - Interkulturelle Zeitschrift aus Berlin 20/2010

Anonymus/Anonyma

In der Ära der Hypervisibilität des Individuums im Internet und der von Politikern und Technokraten vorangetriebenen absoluten Transparenz des Einzelnen scheint es an der Zeit, endlich einmal wieder das hohe Lied der Anonymität zu singen.

Meisterwerke von "Anonymus" oder "Anonyma" zierten über Jahrhunderte Stundenbücher, Klostermauern, Palastwände und Bücher in Bibliotheken.

Das Anonyme unserer Zeit brachte und bringt weniger Kunstvolles, manchmal sogar Erschreckendes hervor. So jedenfalls bringt es die Literaturnobelpreisträgerin 2009, Herta Müller zum Ausdruck. Auch die erzwungene Anonymität von Künstlern und Intelektuellen unter Stalin oder gar der Raub ihres Werkes und ihres Lebens fallen unter diese Rubrik.
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KOSMOPOLIS - Interkulturelle Zeitschrift aus Berlin 21-22/2011

Genial

Ronald Daus, Ursula Daus, Dmitrij Chmelnizki, Ralph Boxer

  • "KOSMOPOLIS - Interkulturelle Zeitschrift aus Berlin ist einzigartig auf dem deutschen Zeitschriftenmarkt". Dr. Christine Waiblinger, Public Relations Manager, Taschen Verlag, Köln



    Angesichts der vernetzten Flut von Geistreichem und Banalem stellt sich einmal mehr die Frage nach dem wahrhaft Außerordentlichen, dem Genialen. Kann es in der aktuellen Gleichwertigkeit von Alltag, Hype und völlig überschätzten Geistesblitzen überhaupt noch einen genialischen Moment geben?

    Aus der Geschichte kennen wir die Definition eines Genies und dessen typischen Vertretern: „Das Genie vollendet, par excellence, was die Natur selbst nicht hatte zum Abschluß bringen können.“ Im abendländischen Kulturkreis gehörten Dichter, Philosophen, Maler, Musiker, Wissenschaftler, Ingenieure und einige wenige Politiker zu den anerkannten Genies.

    Wer heute nach diesen Ausnahmemenschen Ausschau hält, findet sich schnell wieder auf der Seite der „Border crossers“, der „Autisten“, der „Bizarren“, der snobistischen „Verweigerer“ oder gar der „Ausgestoßenen“. Genies zeichnen sich durch besonders intensive Gefühle, Vorstellungen oder Erinnerungen aus, deren Intensität bei Normalsterblichen eher Angst als Bewunderung auslöst. „Keiner muß heute mehr ein Genie sein“, heißt somit auch folgerichtig unser erster Beitrag in diesem Heft.

    Doch immer wieder machen sich einige „Unbelehrbare“ daran, dem Geniekult auf ihre ganz eigene Art zu frönen. Wir haben sie in dieser Ausgabe versammelt, vom Literaturnobelpreisträger 2010 bis zu einem jungen Zeichentalent, das ein Genie aus einem vergangenen Jahrhundert mit seiner Arbeit würdigt. Auch die lange im Westen belächelten, heute als mediale Erneuerer gefeierten Regisseure, Choreographen und Superstars von Bollywood zieren unser Tableau. Und natürlich feiern wie die unsterblichen Kunstgenies, die in Zeiten der geschmacklichen Beliebigkeit ästhetischen Halt bieten können.
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    KOSMOPOLIS - Interkulturelle Zeitschrift aus Berlin 23/2012

    Impotente Götter

    "KOSMOPOLIS - Interkulturelle Zeitschrift aus Berlin ist einzigartig auf dem deutschen Zeitschriftenmarkt". Dr. Christine Waiblinger, Public Relations Manager, Taschen Verlag, Köln


    Hier ein Vorgeschmack auf die nächste Ausgabe , die auch im Zeichen der EURO 2012, der Fussballeuropameisterschaft in der Ukraine und zahlreichen Buchveröffentlichungen zur Ukraine anlässliche der Leipziger Buchmesse steht.

    „Mit Dummheit kämpfen Götter selbst vergebens“, dichtete Friedrich Schiller in seinem Drama „Die Jungfrau von Orleans“. So spontan dieser Ausruf des englischen Feldherrn Talbot angesichts seiner Niederlage gegen die Truppen der Franzosen unter Anführung dieser Kriegerin war, so spontan kann man derzeit die vollkommene Ohnmacht all unserer einstigen Götter und unserer aktuellen gottähnlichen Ikonen angesichts des irdischen Chaos konstatieren.

    Die Ablösung von überirdischem Glanz und Herrlichkeit durch die absolute Paradiessuche im Hier und Jetzt zeitigte den vollständigen Verlust göttlicher Allmacht. Erfolgreich begann die Entmachtung des Pantheons bereits zur Zeit der Antike. Ein alleinseeligmachender Gott setzte sich an seine Stelle, bis auch er im Zeitalter der Aufklärung den allzu menschlichen Ideologien unter dem Banner der Vernunft geopfert wurde.

    Mit dem Ende der Ideologienvielfalt und dem Sieg eines eindimensionalen globalen Kapitalismus hat nun wieder – ganz wie einst im Alten Testament – das Geld als Goldenes Kalb den höchsten Altar erklommen. „Wer sich wehrt, lebt verkehrt“, heißt der abgewandelte Revoluzzerspruch der Alt-68iger heute.

    Mit dem virtuellen Rüstzeug des weltweiten Netzes scheint dem Einzelnen eine Waffe gegen Ungerechtigkeit und Willkür an die Hand gegeben zu sein - wie der „Arabische Frühling“ 2011 zu belegen glaubte. Kann wieder einmal ein unsichtbarer Ersatzgott die Ohnmacht seiner Vorläufer in ein potentes Machtzentrum verwandeln? Unsere Autorinnen und Autoren gehen in ihren Beiträgen dem Verlust der Allmacht der Götter über die Jahrtausende nach – von Afghanistan bis in die Ukraine, von Brasilien bis zum krisengeschüttelten Griechenland des 21. Jahrhunderts, das ausgerechnet von diesen einst mächtigen Göttern gänzlich der Willkür virtueller Kräfte überlassen wird.
    red

    Im Schatten der Götter. Ukrainische Notizen 2012
    Kretische Impressionen. Wo der Raub der Europa endete.
    Das Ende der Schamanenkraft. Amazonas-Indianer retten den Urwald per Internet
    In Berlin und anderswo
    Neue Bücher mit zahlreiche Neuerscheinungen auch zur Ukraine, aus dem Taschen-Verlag Köln, von Kehrer Heidelberg, HatjeCantz aus Ostfildern, Unionsverlag Zürich, edition fotoTAPETA Berlin, u.v.a.m.
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    KOSMOPOLIS - Interkulturelle Zeitschrift aus Berlin 24-25/2013

    Weltenbummler

    Ronald Daus, Ursula Daus, Luis Pulido Ritter, Tamara Pracel, Peter B. Schumann, Alex Westwood, Peter Waldmann

    Zwei der berühmtesten Weltenbummler verdanken wir den Gebrüdern Grimm. Die Protagonisten von „Hans im Glück“ und „Von einem der auszog, das Fürchten zu lernen“ repräsentieren die beiden extremen Pole dieser Spezie im deutschen Sprachraum. Während die Franzosen des 19. Jahrhunderts in Literatur und Kunst dem eleganten Flaneur, dem Stadtbummler, huldigten, suchten die romantischen Geister aus den provinziellen deutschen Kleinstaaten ihr Heil in der weiten Welt.
    Einer Weltenbummlerin oder einem Weltenbummler ist die Reise selbst wichtiger als das Ziel. Sie oder er kann offen und flexibel auf die am Wegesrand auftauchenden Eindrücke und Erlebnisse reagieren. Das Zeitbudget und die Aufnahmefähigkeit scheinen unbegrenzt.
    Der von festen Orts- und Zeitvorgaben gehetzte Pauschaltourist des 21. Jahrhunderts hält sich oftmals ebenfalls für einen Weltenbummler, nämlich dann, wenn sein Reiseziel nur weit genug von der Heimat entfernt liegt. So fühlten sich zum Beispiel die Musiker einer bayrischen Blaskapelle ganz weltenbummlerisch, weil sie der reguläre Flugplan von Neuseeland mit einem Zwischenstopp auf der polynesischen Insel Rarotonga zurück nach Europa führte.
    Die Weltenbummler, denen sich unsere Autorinnen und Autoren widmen, sind keine Zufallsreisenden. Sie ließen sich entlang ihrer Reiserouten auf vielerlei Impressionen ein, wie der französische Maler Paul Jacoulet in Japan und Mikronesien, wie der berühmte Einwickelkünstler Christo in Abu Dhabi, wie weitgereiste Architekten und Designer auf der Suche nach einem neuen Stil für das 21. Jahrhundert in Acapulco. Eine andere Sorte von Weltenbummlern finden sich in den Drogenkurieren zwischen Mexiko, den USA und Europa oder in ihren Bossen und anderen Unterweltsgestalten, die auf der ständigen Suche nach Möglichkeiten einer „sauberen“ Geldanlage sind.
    Unsere Leserinnen und Leser erwarten in dieser Ausgabe Geschichten von Weltenbummlern sowohl der schönen Künsten als auch der schweren Verbrechen.
    red
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