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Neo-Eklektizismus

Auf der Suche nach einer Ästhetik für das 21. Jahrhundert

Ursula Daus

Datum: Winter 2015/2016
ISBN: 978-3-925529-24-5
Seitenanzahl: 208
Abbildungen: 64
Buchformat: 14 x 21 cm
Sonstiges: Bibliographie, Index
Preis: Euro 39.00
"Neo-Eklektizismus" ist als Fortsetzungsband von "Sehnsucht nach der Moderne. Tropisches Art Déco 1925-1950" angelegt und beschäftigt sich mit der Frage nach einer Ästhetik in einer von globalem "Lifestyle" geprägten Welt mit Einsprengseln regionaler und lokaler Restkultur.

Während die Postmoderne noch die Moderne "assemblierte", sich an ihr "bediente" oder sie "geplündert" hat, zeigt der Neo-Eklektizismus im 21. Jahrhundert nostalgische, rückwärtsgewandte, zukunftsscheue Tendenzen unter Ausnutzung der zeitgenössischen Hochtechnologie. Sein Charakteristikum ist "Restauration" eines virtuellen Idylls.

Zu Beginn des 21. Jahrhunderts hat die Moderne überall auf dem Globus Fuß gefaßt. Nicht alles, was mitgeliefert wurde, fand Zustimmung. Vieles mußte überarbeitet werden. Man adapierte und modifizierte unablässig. Das "alte Europa" philosophierte. Der Rest der Welt "agierte". Der Minimalismus der klassischen Moderne wich einer ungezügelten Prachtentfaltung, die übergangslos in gnadenlosen Kitsch umschlug.

Mit dem Neo-Eklektizismus wird ein ästhetisches Konzept geliefert, das sich auf die antiken Philosophen des dritten nachchristlichen Jahrhunderts in Alexandria und den "klassischen Eklektizismus" des französischen Philosophen Victor Cousin (1792-1867) beruft. Er schuf eine Synthese der Sinne, der Vernunft und der Gefühle, die "mit den großen ästhetischen, ethischen und metaphysischen Wahrheiten" seiner Zeit in Berührung kamen.

Der Neo-Eklektizismus des 21. Jahrhunderts möchte keine universalen Wahrheiten liefern, weil er per definition global ist. Mit ihm läßt sich keine einheitliche Stilrichtungen ausmachen. Das Originelle ist die Vermengung. Ästhetisch scheint seine Emanzipation gelungen zu sein. Aus Beliebigkeit ist "Identität" geworden. Denn in einer immer formalisierteren Gesellschaft bleibt dem Einzelnen als Durchsetzungsmittel einzig die Selbststilisierung, und sei sie auch nur virtuell.

Aus dem Inhalt:
  • "Der Wille des Individuums zum Dekor". Versuch einer theoretischen Einordnung
  • "Weltkultur-Sehnsucht im alten Europa." Das Humboldt-Forum in Berlin
  • "Russian Style" im neureichen Moskau. Nostalgie-Kitsch des 21. Jahrhunderts
  • "China Chop Suey".Vom Neo-Orientalismus zur westlichen Stadtkopie
  • "Foodstuff & Luxuries" auf der arabischen Halbinsel. Virtuelle Ersatzwelten in moslemischen Köpfen
  • "Bollywood Goes Global". Globale Filmkunst aus Bombay/Mumbai
  • "Ich wäre glücklich, wenn ich aus Manado stammte". Rekonstruktion eines urbanen Traums in Sulawesi
  • "Aus Tausend und einem Wahn". Architektur-Phantasmagorien in Baku
  • Die Zukunft, das sind die Anderen

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